HEIMATHAVEN (Von Veränderungen)

Es war ruhig auf meinem Blog in der letzten Zeit. Ich schob es meistens darauf, dass ich nun wieder arbeiten gehe und wir oft von irgendwelchen Krankheiten heimgesucht wurden. Dies ist nicht die ganze Wahrheit. Ich werde gleich darüber berichten und auch darüber, dass es künftig in meinem Blog nicht mehr nur um Mutti-Themen geht.

Wir haben uns schon im letzten Jahr dazu entschieden, uns Selbstständig zu machen. Wir lieben unseren Job, noch mehr aber lieben wir unsere Freiheit und alles was mit dem Thema „Essen und Trinken“ zu tun hat. Wir kochen leidenschaftlich gern und sind immer dabei Neues zu probieren. Wir arbeiten beide in Führungspositionen und schon immer in der Gastronomie. Wir gehen selbst häufig in Cafés und Restaurants. Leider gibt es meistens überall das Gleiche. Fast Food Läden und große Ketten die Auftauen statt zu Kochen und Backen, meiden wir seit Jahren völlig. Doch oft mangelt es an Alternativen. Ab und an findet man in der ein oder anderen Stadt ein tolles Restaurant oder Café. Dort gibt es nicht diesen ewigen Einheitsbrei, sondern gesundes, gutes, selbstgemachtes Essen.

Die Idee fing im letzten August in unseren Köpfen an zu wachsen. Wir waren im Urlaub, kauften uns ein Notizbuch, sahen aufs Meer und fingen an zu träumen. Diese Träume und Gedanken schrieben wir auf.

„hausgemachte Limonade“

„Espresso“

„Schokolade“                                                                                 „Afternoon Tea“

„Craft Beer“                                                                                           „selbstgebackener Kuchen“

„Gin“                                                         „Essige&Öle“

Es wurden immer mehr, die Gedanken sponnen wir weiter. Wir recherchierten im Internet, wir besuchten Geschäfte. Das Bild in unseren Köpfen wurde klarer. Wir eröffnen einen Concept Store: eine Mischung aus Feinkost-Geschäft und Café. Die Produkte sollen allesamt aus kleinen Manufakturen kommen. Es dürfen keine Zusatzstoffe verwendet werden, es sollte möglichst BIO zertifiziert sein. Der Kuchen soll selbstgebacken sein, der Espresso immer hervorragend. Kinderfreundlich muss es sein. Gäste sollen sich stets willkommen fühlen. Wie, wenn man Freunde besucht.

Viel zu oft haben wir selbst bitteren Kaffee getrunken. Servicepersonal getroffen, denen es am A…. vorbei geht, ob ein Gast da ist oder nicht. Denen jeder Gast zu viel ist. Das macht mich wütend und traurig zugleich. So viele Menschen hassen ihre Jobs. Und lassen es ihre Gäste spüren.

Ich möchte das nicht, ich liebe meinen Job und möchte nun einen Traum verwirklichen. Einen Ort schaffen, an denen Menschen inspiriert werden neue Dinge zu probieren. Eine „gute Schokolade“. Oder einen besonderen Espresso.

Einen Ort, der fern von Massenproduktion und Menschenabfertigung ist. Alles was wir verkaufen ist sicher teurer, als das was man in normalen Supermärkten findet. Aber ich weiß genau, was drin steckt: Erstklassige Zutaten und Menschen die ihre Leidenschaft und Liebe hinein fließen lassen. Produkte die voller Geschmack sind. Nicht voller Geschmacksverstärker.

So begannen wir einen Businessplan zu schreiben. Ich besuchte ein Existenzgründerseminar. Ich las Bücher. Andere Gründungsgeschichten. Meine Motivation stieg von Tag zu Tag.

Irgendwann, es muss schon November oder Dezember gewesen sein, sahen wir ein Immobilienangebot in Oldenburg. „Warum nicht anschauen“, dachten wir. Schon beim Betreten des Ladens war klar: Es ist perfekt für uns! Ein Gespräch mit dem Hauseigentümer verlief positiv.

Es folgten drei Bankgespräche. Allesamt recht positiv, bei einem jedoch fühlten wir uns besonders gut aufgehoben. Ein Steuerberater wurde gefunden. Mittlerweile haben wir das „Ok“ der Bank, einen tollen Berater und einen Steuerberater der uns bei vielen, vielen Dingen hilft.

Wir haben uns für einen Namen entschieden:

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Weil alle Produkte eine „Heimat“ haben. Weil alles ohne Schnickschnack auskommt, so wie man es von früher kennt. Weil die Gäste sich wie zu Hause fühlen. Weil sich in unserem „Hafen“ alles zusammenfindet. Besonderes – auch von weit her.

Wir stecken nun mitten in der Planung. Unsere Jobs haben wir gekündigt und im August soll es dann los gehen. Wie es weiter geht werde ich hier festhalten.  Das ist auch der Grund aus dem es nicht mehr nur um Mama Themen geht.

Dieser Blog ist für mich wie eine Art Tagebuch. Zu meinem Leben gehören viele, viele Rollen. Mutter, Tante, Frau, Freundin und künftig Unternehmerin. Mein Herz macht vor Freude einen Sprung, aufregende Zeiten liegen vor uns und diese werde ich hier festhalten. Um allen zu zeigen, dass man seine Träume verwirklichen kann, wenn man daran glaubt und etwas dafür tut. Ich gehe ein Risiko ein – das ist ganz klar. Wir sind Eltern und hängen unseren Vollzeit Job an den Nagel. Wir müssen verrückt sein! Mag sein, ich habe keine Angst. Weil ich an die Idee glaube, weil ich weiß was in uns steckt. Wenn wir scheitern wird es einen Weg geben. Wir haben einen Notfall Plan in der Hinterhand. Das muss reichen. Ich setze meine Energie nun ein, um meine Gedanken zu verwirklichen. Um kreativ zu sein.

Wir haben seit letzter Woche einen der ersten Meilensteine hinter uns: Die Facebook Seite ist online.

Künftig gibt es hier also mehr zum Thema: Selbstständigkeit und Mamasein. Ich freue mich drauf!

Von Kindergärten

Heute waren die Lausemaus und ich mal wieder in der Eltern-Kind-Gruppe des künftigen Kindergartens. In den letzten zwei Wochen fiel die Gruppe aufgrund der Osterferien aus. Wir gehen seit Oktober in die Gruppe und die Lausemaus fühlt sich Pudelwohl. Sobald wir aus dem Auto steigen ruft er: „I-ah! I-ah!“ Weil es dort doch einen Esel gibt.

Es gibt auch einen Hund, Hühner, Schafe, Enten und Ziegen, aber der Esel gefällt ihm am Besten. Wenn er laut schreit guckt die Lausemaus ihn schwer beeindruckt an. Manch andere Kinder erschrecken sich so, dass sie das Weinen anfangen- die Lausemaus kriegt große Augen und grinst.

Heute war traumhaftes Frühlingswetter und während die Lausemaus in der Sandkiste spielte und mit seinen neuen Schuhen im Wasser patschte, konnte ich mich in die Sonne setzen. Ich finde es wirklich toll, dass er dort so viel Spaß hat und ich im Grunde abgeschrieben bin.

Wir haben ihn für August dort angemeldet. Von 07:30 Uhr bis 14:30 Uhr. Er soll in die Mittagsbetreuung gehen, da sich bei uns beruflich einiges ändert. Das ist mir einfach sicherer und einfacher zu organisieren. Die Omas stehen ja doch nicht immer parat. Zum Glück sind dort noch genügend Plätze frei und wir haben den Platz sicher. Da höre ich von meinen Freundinnen ganz andere Schreckgeschichten. Wahrscheinlich sind die Plätze frei, weil es ein Waldorf Bauernhofkindergarten ist. Ich finds prima. Nicht weil ich ein großer Waldorf Fan bin, nein, ich mag es einfach, dass die Kinder so viel draußen sind und jeden Tag mit Tieren zu tun haben.

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Ich bin jedenfalls gespannt wie sich dann alles zusammenfügt. Wir werden wohl noch mal einkaufen müssen, damit die Lausemaus alles am Start hat, was man so im Kindergarten braucht:

  • Hausschuhe
  • Gummistiefel
  • Regenzeug
  • Wechselkleidung
  • Wickelutensilien
  • Wärmflasche
  • Kissen (selbstgenäht)

Na, ich bin guter Dinge🙂

Frohe Ostern!

Das erste „richtige“ Ostern mit Kind liegt hinter uns. Letztes Jahr war die Lausemaus zu Ostern erst sechs Monate alt und hat das meiste wohl verschlafen. In diesem Jahr war alles anders. Auch sein kleiner, großer Cousin hat Ostern ganz anders erlebt, er ist zweieinhalb.

Den Samstag vor Ostern habe ich sehr österlich verbracht: mit tapezieren unseres Flures. Wir wohnen seit über einem Jahr hier und haben immer noch keine Tapete an der Wand, aber das ist eine andere Geschichte.

Das mit dem Tapezieren klappte auch nur, weil die liebe Schwiegermama zu Besuch war und mit der Lausemaus zum nächsten Spielplatz verschwunden ist. Herrlich, etwas anfangen und in Ruhe zu Ende machen. Man glaubt gar nicht wie schnell man ist! Und wie effektiv. Das hatte ich beinahe vergessen.

Zum Abendbrot gab es die erste Wurst vom Grill mit samt meiner ganzen Familie im mütterlichen Gartenhaus. Die Lausemaus fütterte den Mini Cousin (neun Monate) fleißig mit Bratwurst, die dieser gierig, mehr schlecht als recht, verschlang.

Die Schwiegermama brachte die Lausemaus ins Bett und der Lausepapa und ich konnten einen ruhigen Abend zu Zweit beim örtlichen Osterfeuer verbringen. Hach, diese Romantik! Sternenhimmel, Vollmond, Osterfeuer. War bitter nötig so ein Abend für uns. Kommt ja doch irgendwie zu kurz, dieses Pärchending sobald ein Baby da ist.

Am Ostersonntag waren alle pünktlich um 07:00 Uhr wach. Noch vor dem Frühstück bin ich raus und habe Ostereier und kleine Geschenke für die Kinder versteckt. Allein das hat mir schon riesig Spaß gemacht, ich hätte noch viel mehr verstecken wollen, aber die Kleinen müssen ja nicht unbedingt so viel Schokolade essen. Auch wenn sie das sicher gern getan hätten.

Nach unserem Frühstück kam dann auch schon meine Schwester mit ihren beiden Jungs. Und da wurde es hektisch. „Wo sind die Geschenke die der Osterhase gebracht hat? Wo denn?!“ Der kleine, große Cousin stakste nach draußen und blickte sich um. „Da ist was!“. Ein kleiner Finger zeigt auf einen Busch. Tatsächlich findet er dort ein kleines Osterkörbchen. Gefüllt mit bunten, gekochten Eiern und zwei Mini- Schoko-Häschen. Anstatt das ganze Körbchen an sich zu nehmen, greifen die kleinen Finger zielsicher nur nach den Häschen in Goldpapier. „Schoko! Ich glaub die is für mir!“ Ähm, ja….

Am Ostermontag ein ähnliches Spiel. Nur dieses Mal hat der kleine große Cousin ganz genaue Vorstellungen davon, was der Osterhase gebracht hat. Einen Trecker nämlich. Alle Erwachsenen wissen, dass der liebe Osterhase eben keinen Trecker gebracht hat, doch der kleine große Cousin sucht fleißig weiter. Irgendwo muss er ja schließlich sein- der Trecker, oder?

Zu Ostern gibt es von jedem genau ein kleines Geschenk. Bei einer so großen Familie sah es recht schnell nach Weihnachten aus- zumindest was die Anzahl der Geschenke angeht. Ich verschenke wirklich gern Sachen, aber bei kleinen Kindern merkt man, dass diese Dinge für sie keinerlei Wert besitzen. Geschenk an sich nehmen, aufreißen , in die Ecke werfen, nächstes holen. Ein Trauerspiel- wenn man es genau nimmt.

Dennoch war es für uns ein schönes Ostern. Im Kreise unserer Lieben unendlich viel Kuchen, Schokolade und hartgekochte Eier gegessen. Ich mag solche Tage an denen man schlemmen und quatschen kann und sonst keinerlei Verpflichtungen hat. Tage, an denen der Ernst des Lebens eine Weile Pause macht.

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Lebenszeichen

Hilfe, was ist denn bloß bei uns los? Kein Lebenszeichen mehr. Woran das liegt?

An Zeit die wie im Flug vergeht und an den ständigen Krankheiten mit denen wir uns die letzten Wochen rumplagen müssen. Erst war es eine nicht-enden-wollendene Erkältung. Dann musste die Lausemaus sich immer mal wieder übergeben oder hatte Fieber. Zu guter Letzt waren wir alle völlig ausgepowert durch eine Magen-Darm- Grippe. Halleluja! Samstag ging es los und bis heute schleppe ich mich so durch den Tag.

Schrecklich! Der Einkauf für die letzte Woche liegt unangetastet im Kühlschrank. Gegessen haben wir kaum etwas oder wenn bei meiner Mutter. Die Wäsche türmt sich bis ins unermessliche. Vom Wohnzimmerboden kann man essen- weil soviel Krümel rumliegen.

Die Lausemaus braucht dringend frische Luft, leider war niemand in der körperlichen Verfassung mit ihm raus zu gehen. Er kommt um vor Langeweile. Ich krieg Kreislauf und Übelkeit sobald ich aufstehe. Kann es noch schlimmer kommen? Und am Wochenende kommt die Schwiegermutter. Willkommen im Chaos!

Wahnsinn wie alles aus den Fugen gerät, wenn die ganze Familie krank ist. Wie viel Dreck man machen kann obwohl alle die meiste Zeit des Tages im Bett liegen. Die Blumen gucken mich aus ihren vertrockneten Töpfen an und schütteln leise den Kopf. Seit zwei Wochen brauchen sie Wasser und ich krieg es nicht auf die Reihe.

Ich bin seit Samstag jeden Abend um 20:00 Uhr mit der Lausemaus im Bett verschwunden. Zum Glück waren die Nächte ruhig und er wurde nur kurz mal wach um etwas zu trinken.

Ich hoffe also, dass wir nun schnell wieder fit sind, schließlich haben wir ab morgen Urlaub. Die Lausemaus ist ja wieder fit, der Lausepapa auch, nur ich häng hier noch durch…. Es kann nur besser werden!

Montagsplausch- von kinderfreien Wochenenden

Das erste Wochenende ohne die kleine Lausemaus liegt hinter uns. Heute ist er total anhänglich und weinerlich, ob das daran liegt dass wir eine Nacht weg waren?

Aber von vorne: Der Lausepapa und ich wollten auf eine für uns wichtige (da beruflich) Messe gehen. Dass wir die Lausemaus nicht mitnehmen war klar. Es macht einen höchst unprofessionellen Eindruck wenn man sein Kind mit zu Geschäftsterminen nimmt, oder? So kamen am Samstag morgen Oma und Opa her. Sie sollten bei uns übernachten, da die Lausemaus nicht so oft bei ihnen zu Hause ist. Sie wohnen eine Stunde weit entfernt. Ich dachte, es ist für alle leichter, wenn er in seiner gewohnten Umgebung bleibt. Er sieht die Beiden ja auch bloß einmal pro Woche. Manchmal nur alle zwei Wochen.

In der Woche vor unserem Ausflug kam die Oma schon zweimal her und hat die Lausemaus abends ins Bett gebracht. Das hat auch super geklappt.

Am Samstag beim Frühstück wurde ich dann doch nervös. Das hat sich natürlich auch auf die Lausemaus übertragen und er war sehr anhänglich. Mama, Mama, Mama. Die Abreise zog sich. Wir mussten noch packen und ein paar Dinge organisieren. Am Freitag lag ich krank im Bett und war froh überhaupt wieder fit zu sein.

Endlich im Auto ging meine Nervosität wieder weg. Ich entspannte mich mit jedem Kilometer, obwohl ich doch sehr oft an die Lausemaus denken musste. Oma versprach nur im Notfall anzurufen- was wohl auch besser für mich war.

Der Lausepapa und ich verbrachten ein nettes Wochenende. Gingen entspannt Abends essen, tranken Wein. „Ich kann ja ausschlafen!“ dachte ich mir.

Ha! Da hast du falsch gedacht! Ich lag wach, während der Lausepapa neben mir friedlich schnarchte. Die Zeit verging bis ich endlich wegdämmerte. Ich wurde wach, sah auf die Uhr: 07:00 Uhr. Ich konnte nicht wieder einschlafen. Der Lausepapa schlief. Na Prima. Tolles Wochenende. Da ist man ohne Kind unterwegs, liegt allein in einem Hotelzimmer und wacht um 07:00 Uhr auf?! Das ist UNFAIR!!!!!!

Ich war den ganzen Tag über unfassbar müde. Freute mich einfach nur auf zu Hause. Auf die Lausemaus, ein heißes Bad und den Tatort.

Die Lausemaus freute sich uns zu sehen, als wir ihn am späten Nachmittag in die Arme schlossen.

Es hat uns definitiv gut getan ohne den kleinen Wichtel. Man muss auch an sich als Paar denken und sich Zeit zu Zweit nehmen. Sollten wir öfter machen- zumindest mal einen Abend allein verbringen- außer Haus.

Meine Erkenntnisse der letzten Woche:

  • Krank mit Kind ist fürn Arsch!
  • Elternzeit macht Spaß und kommt meistens zu kurz
  • Schlaf kann viel bewirken

Meine Pläne für diese Woche:

  • Kinderturnen
  • Wichtigen Termin am Dienstag
  • Frühstücken mit einer lieben Freundin und ihrer bezaubernden Tochter
  • Arbeiten
  • Endlich wieder Zumba

Von Fieber und Erkältungen

Es hat uns mal wieder erwischt- die Lausemaus und mich. Wir liegen mit Schniefnase und Fieber im Bett. Okay, Fieber hat nur die Lausemaus. Gestern war ich noch arbeiten, habe aber gesagt, dass ich heute und morgen zu Hause bleibe. Mir geht es so einigermaßen, bin halt müde und schlapp, habe Kopfschmerzen und Husten.

Es war aber wohl so ein Mutterinstinkt der mir sagte: „Bleib lieber zu Hause!“, denn siehe da: gestern Nachmittag ging das mit dem Fieber los. Es hält sich seit gestern Abend zwischen 39°C und 39,5°C. Ich habe ihm lediglich für die Nacht ein Zäpfchen gegeben.

Appetit hat er auch keinen. Das kann ich von mir nicht behaupten, ich habe immer Appetit, so schlecht kann es mir gar nicht gehen, dass ich die Lust am Essen verliere…

Ich würde so gern später eine Runde mit ihm spazieren gehen, aber ich bin so schnell aus der Puste heute… Vielleicht sollte ich mich besser schonen. Das sagt sich so leicht mit Kind, aber wir werden später im Bett bleiben und Bücher ansehen.

Am Wochenende wollen der Lausepapa und ich auf eine, für uns sehr wichtige, Messe gehen. Ich bete, dass wir bis dahin alle beide wieder fit sind. An diesem Wochenende schlafen das erste Mal meine Schwiegereltern hier und kümmern sich um die Lausemaus. Da bin ich sowieso schon aufgeregt ob alles gut klappt. Warum sollte es nicht? Wird nur mit einem kranken Kind schwerer als mit einem gesunden. Er will gerade nur Mama und sonst niemanden.

Ach, das wird schon. Mach dir keine Sorgen! Jetzt schlafen wir uns erstmal gesund! So!

Lebenszeichen

Hallo ihr Lieben,

ja uns gibt es noch. Und wie! Ich schaffe es derzeit einfach nicht regelmäßig zu bloggen. Working Mum, Pläne schieden Mum und einfach Mum sein. Ich würde zu gern alles schreiben was derzeit in unserem Leben passiert, aber das kann ich leider noch nicht. Ich hoffe sehr, dass es in spätestens sechs Wochen soweit sein wird. Ich kann es kaum erwarten. Alles ist so aufregend und spannend, dass ich es unbedingt teilen möchte. Wie gut, dass ich ein so geduldiger Mensch bin! Räusper….

Die Lausemaus brabbelt immer mehr und immer öfter kommen ein paar richtige Wort dabei raus. Er schnappt sich oft ein Handy oder Telefon und redet was das Zeug hält. Aber wehe da ist eine Oma am anderen Ende der Leitung- stumm wie ein Fisch wird er dann.

Er liebt es draußen zu laufen und die Welt zu erkunden. Gras, Pfützen, Sand, Steine. Alles ist so spannend und interessant für ihn. Ein Weg von fünf Minuten nimmt so gern mal 20 Minuten in Anspruch. Aber so sieht man selbst alles wieder mit Kinderaugen, dass ist auch schön.

Er möchte mir immer gern im Haushalt helfen. Gemüse waschen, Geschirrspüler ausräumen, saugen. Das alles ist eher Zeitaufwendig als Produktiv, aber ich mag ihm den Spaß daran nicht nehmen. Es ist an sich ja eine tolle Sache, dass er helfen möchte. Er steht oft auf einem Tritt neben mir in der Küche und wäscht Salat in der Spüle. Toll, nicht?

Nachts trinkt er immer noch ein Fläschchen Milch, langsam stelle ich es aber auf Wasser um. Ich verdünne die Milch jede Woche etwas, bis es eben nur noch Wasser ist. Hoffentlich merkt er es nicht, hihi!

Ab und an bin ich auch ganz schön geschlaucht. Nachts nicht durchschlafen und um 6 aufstehen fordern mich ganz schön. Zum Glück gibt es da den Lausepapa der nun auch mal die Nachtschicht übernehmen kann.

Dennoch mag ich mein volles Leben. Ich möchte gar keine Langeweile haben und nicht wissen, was ich den ganzen Tag lang machen soll. Okay, ein Nichtstun- Tag wäre toll, aber mehr auch nicht.